In der Hamburger HafenCity, nahe der historischen Speicherstadt und der Elbphilharmonie, widmet sich das Automuseum PROTOTYP der Geschichte des Automobils als technisches, kulturelles und gestalterisches Phänomen. Das private Museum befindet sich in einem denkmalgeschützten Industriegebäude und verbindet historische Fahrzeugtechnik mit den Biografien von Rennfahrern, Konstrukteuren und Ingenieuren, die den Motorsport und die Entwicklung moderner Sportwagen geprägt haben.
Im Zentrum der Präsentation stehen Sport- und Rennfahrzeuge des 20. Jahrhunderts sowie frühe Konstruktionen aus dem Umfeld von Porsche und Volkswagen. Das Ausstellungskonzept folgt dem Leitmotiv „Personen. Kraft. Wagen.“ und betrachtet Automobile nicht nur als technische Objekte, sondern als Ergebnis menschlicher Kreativität, ingenieurtechnischer Innovation und motorsportlicher Leidenschaft.
Dieser Beitrag stellt Geschichte, Architektur sowie zentrale Ausstellungen des Automuseum PROTOTYP Hamburg vor. Zusätzlich finden Sie praktische Hinweise zu Tickets, Preisen und Eintritt sowie dazu, wo Sie Tickets kaufen können, die Ihnen bei der Planung Ihres Museumsbesuchs helfen können.
Geschichte
Die Entstehung des Automuseum PROTOTYP Hamburg geht auf die private Leidenschaft zweier Sammler zurück. Die Museumsgründer Thomas König und Oliver Schmidt beschäftigten sich über viele Jahre mit historischen Sportwagen und der Entwicklung des Motorsports. Aus dieser langjährigen Sammel- und Forschungstätigkeit entwickelte sich eine umfangreiche Sammlung von Fahrzeugen, technischen Objekten und Dokumenten zur Automobilgeschichte.
Im Mittelpunkt ihrer Idee stand von Beginn an ein Ausstellungskonzept, das nicht nur Fahrzeuge präsentiert, sondern auch die Menschen hinter den technischen Entwicklungen sichtbar macht. Rennfahrer, Ingenieure und Konstrukteure sollten als zentrale Akteure der Automobilgeschichte auftreten. Aus diesem Ansatz entstand das Leitmotiv des Museums „Personen. Kraft. Wagen.“, das die Verbindung zwischen menschlicher Kreativität, technischer Leistung und automobilen Konstruktionen beschreibt.
Nach mehreren Jahren der Planung und Vorbereitung wurde das Automuseum PROTOTYP am 12. April 2008 in Hamburg eröffnet. Seitdem präsentiert das Haus eine Sammlung historischer Sport- und Rennfahrzeuge, ergänzt durch Fotografien, Dokumente und persönliche Gegenstände aus der Welt des Motorsports.
Die Dauerausstellung basiert vor allem auf der privaten Sammlung der beiden Gründer. Sie umfasst Fahrzeuge aus unterschiedlichen Entwicklungsphasen des Automobilbaus und konzentriert sich besonders auf Sportwagen der frühen Nachkriegszeit sowie auf Konstruktionen aus dem Umfeld der Porsche-Entwicklung.
Im Laufe der Jahre wurde das Museum kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Fahrzeuge und zusätzliche Ausstellungsobjekte ergänzen regelmäßig die Präsentation. Gleichzeitig blieb das ursprüngliche Konzept erhalten: Die Verbindung von Technikgeschichte mit persönlichen Lebensgeschichten aus dem Motorsport bildet weiterhin den inhaltlichen Kern der Ausstellung.
Architektur
Das Automuseum PROTOTYP befindet sich in einem historischen Fabrikgebäude in der Shanghaiallee in der Hamburger HafenCity. Der Standort liegt in unmittelbarer Nähe zur Speicherstadt und gehört zu den Bereichen der Stadt, die in den vergangenen Jahrzehnten einen grundlegenden städtebaulichen Wandel erfahren haben.
Die Ursprünge des Gebäudes reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Bereits im Jahr 1836 befand sich an dieser Stelle eine Fabrikanlage auf dem Gelände einer ehemaligen Schanze der Hamburger Stadtbefestigung. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Standort zu einem wichtigen Produktionsort für die Verarbeitung von Kautschuk und Hartgummi.
Das heutige Fabrikgebäude entstand zwischen 1902 und 1906 für die Kautschukwerke Dr. Heinr. Traun & Söhne, die aus der Harburger Gummi-Kamm-Compagnie hervorgegangen waren. Die Architektur folgt dem typischen Stil norddeutscher Industrieanlagen dieser Zeit. Backsteinfassaden, große Fensterflächen und eine funktionale Raumstruktur prägen das Erscheinungsbild.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude teilweise beschädigt. In den Jahren nach Kriegsende erfolgte der Wiederaufbau, der bis 1951 abgeschlossen war. Anschließend nutzte eine grafische Kunstanstalt die Räumlichkeiten über mehrere Jahrzehnte hinweg.
Im Zuge der Entwicklung der HafenCity wurde das Gebäude restauriert und für seine heutige Nutzung umgebaut. Seit 2004 steht es unter Denkmalschutz. Die Umgestaltung zum Museum erfolgte mit dem Ziel, die industrielle Architektur zu bewahren und gleichzeitig moderne Ausstellungsflächen zu schaffen.
Heute umfasst das Automuseum PROTOTYP mehrere Ebenen mit rund 2500 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Die offene Raumstruktur ermöglicht es, die Fahrzeuge aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und zugleich mediale Installationen, interaktive Stationen und Präsentationsflächen in die Ausstellung zu integrieren.
Ausstellungen und Sammlungen

Die Dauerausstellung des Automuseum PROTOTYP Hamburg widmet sich der Entwicklung von Sportwagen und Rennfahrzeugen sowie der Geschichte des Motorsports im 20. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen Automobile der frühen Nachkriegszeit, technische Prototypen sowie Fahrzeuge, die wichtige Entwicklungsschritte im internationalen Rennsport dokumentieren.
Ein besonderes Merkmal der Präsentation ist die offene Inszenierung der Fahrzeuge. Die Automobile werden ohne Glasvitrinen oder trennende Barrieren ausgestellt. Dadurch können Besucher Details der Konstruktion, der Karosseriegestaltung und der technischen Entwicklung unmittelbar betrachten. Ergänzt wird die Fahrzeugausstellung durch Dokumente, Fotografien und persönliche Objekte aus dem Motorsport.
Thematische Ordnung der Sammlungspräsentation
Die Sammlung umfasst rund fünfzig Automobile sowie Motoren, Modelle und technische Objekte aus mehreren Jahrzehnten Automobilgeschichte. Einen wichtigen Schwerpunkt bilden frühe Konstruktionen aus dem Umfeld der Porsche-Entwicklung sowie Fahrzeuge aus der Geschichte des Volkswagen.
Zu den bekannten Exponaten gehört der sogenannte Berlin-Rom-Wagen Porsche Typ 64 aus dem Jahr 1939. Dieses Fahrzeug gilt als früher Vorläufer späterer Porsche-Sportwagen. Ebenfalls Teil der Ausstellung ist ein Porsche 356/2 Gmünd-Coupé aus dem Jahr 1949 sowie ein früher Porsche 356 aus deutscher Produktion.
Weitere Fahrzeuge dokumentieren die Entwicklung des Motorsports in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dazu zählen unter anderem der Weltrekordwagen von Petermax Müller sowie ein Formel-1-Rennwagen des Teams Jordan, mit dem Michael Schumacher 1991 sein erstes Rennen in der Formel 1 bestritt. Auch Prototypen moderner Rennfahrzeuge sind Bestandteil der Sammlung.
Neben den Automobilen umfasst das Ausstellungskonzept mehrere interaktive Stationen. Dazu gehören eine Audiobox mit Motorensounds historischer Rennfahrzeuge, ein Fahrsimulator auf Basis eines Porsche 356, ein Museumskino mit Dokumentarfilmen sowie ein Modell-Windkanal zur Veranschaulichung aerodynamischer Prinzipien.
Museums- und kulturhistorische Bedeutung

Das Automuseum PROTOTYP Hamburg nimmt innerhalb der deutschen Museumslandschaft eine besondere Stellung ein, da es Technikgeschichte, Designgeschichte und Motorsportkultur miteinander verbindet. Während viele Automobilmuseen vor allem die Entwicklung einzelner Fahrzeugmodelle dokumentieren, legt dieses Museum einen zusätzlichen Schwerpunkt auf die Menschen hinter den technischen Innovationen.
Durch die Verbindung von Fahrzeugen, biografischen Dokumenten und historischen Kontexten entsteht eine breitere Perspektive auf die Geschichte des Automobils im 20. Jahrhundert. Konstrukteure, Rennfahrer und Ingenieure erscheinen nicht nur als Randfiguren, sondern als zentrale Akteure der technischen Entwicklung.
Gleichzeitig zeigt das Museum die Bedeutung von Prototypen und experimentellen Konstruktionen für den Fortschritt im Automobilbau. Gerade im Motorsport dienten solche Versuchsträger häufig als Grundlage späterer Serienfahrzeuge und technischer Innovationen.
Besondere Höhepunkte der Sammlungen
- Porsche Typ 64 „Berlin-Rom-Wagen“ (1939)
- Porsche 356/2 Gmünd-Coupé (1949)
- früher Porsche 356 aus deutscher Produktion (1950)
- Weltrekordwagen von Petermax Müller
- Formel-Rennwagen von Otto Mathé
- Jordan 191 Formel-1-Rennwagen vom Michael Schumacher (1991)
- Audi R8R Le-Mans-Prototyp
- frühe Volkswagen-Prototypen der 1930er Jahre
Die Verbindung von historischen Rennfahrzeugen mit den persönlichen Geschichten ihrer Konstrukteure und Fahrer macht das Automuseum PROTOTYP Hamburg zu einem Ort, an dem sich Technikgeschichte und Motorsportkultur auf besondere Weise begegnen.
Tickets, Preise und Angebote
Für einen Besuch im Automuseum PROTOTYP in Hamburg können Sie Ihre Tickets bequem online kaufen. Der Eintritt beträgt 13,00 € für Erwachsene. Kinder von 4 bis 14 Jahren zahlen 5,00 €. Eine Familienkarte (2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder) kostet 28,00 €. Gruppen profitieren ebenfalls von günstigeren Tickets: Ab 10 Personen liegt der Preis bei 12,00 € pro Erwachsenem und 4,50 € pro Kind.
Mit dem Ticket erhalten Sie Zugang zu einer faszinierenden Ausstellung mit historischen Rennwagen, Prototypen und seltenen Sportwagen der deutschen Automobilgeschichte.
Mit der Hamburg Card profitieren Sie von Ermäßigungen auf zahlreiche Museen, Sehenswürdigkeiten, öffentliche Verkehrsmittel und weitere Attraktionen. Auch für das Automuseum PROTOTYP erhalten Inhaber der Hamburg Card einen Rabatt auf den Eintritt. Die City Card lohnt sich besonders für alle, die viele Attraktionen in Hamburg entdecken möchten.
Museen in der Umgebung vom Automuseum PROTOTYP
Das Automuseum PROTOTYP widmet sich der Geschichte des deutschen Sport- und Rennwagenbaus und präsentiert seltene Fahrzeuge sowie spannende Einblicke in Technik, Design und Motorsport. In der Umgebung der Hamburger Speicherstadt laden weitere Museen und kulturelle Einrichtungen dazu ein, die vielfältige Museumslandschaft der Stadt zwischen Innovation, Geschichte und maritimer Tradition zu entdecken.
Adresse, Öffnungszeiten und Kontaktinfos
Um Ihren Besuch im Museum zu planen, finden Sie hier alle wichtigen Informationen zur Adresse, zu den Öffnungszeiten und zu den Kontaktmöglichkeiten vom Automuseum PROTOTYP in Hamburg.
Adresse
Automuseum PROTOTYP
Shanghaiallee 7
20457 Hamburg
Deutschland
Öffnungszeiten
- Montag geschlossen
- Dienstag bis Sonntag
10:00 – 18:00 Uhr
Kontakt
- Telefon:
+49 40 39 99 69 70 - Website:
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